Die Demotivation beenden

 
  Anstehendes Personalwachstum erfordert Anpassung in der Firma  
     
  Nur die allernötigsten Neueinstellungen nahmen viele Unternehmen in den letzten Jahren vor. Unter dem Druck zu hoher Kosten wurden Prozesse gestrafft und Kosten beim Personal eingespart. Jetzt fragen sich Unternehmer, welche personalpolitischen Anpassungen erforderlich sind, damit das sich jetzt wieder abzeichnende Personalwachstum wirklich  wirtschaftlichen Erfolg bringt.  
     
 

Jahrelang war bei Mitarbeitern aus vielfachen Beobachtungen die Überzeugung entstanden, dass es im Trend in anderen Firmen auch nicht besser läuft. Ein Stellenwechsel erschien daher risikoreich. So blieben Mitarbeiter in ihren Firmen, die angesichts von Gehaltskürzungen, Arbeitszeitverlängerungen, Streichung von Weihnachtsgeld und von Weiterbildungsmaßnahmen innerlich schon längst gekündigt hatten. Unglücklich verlaufene Personalabbaumaßnahmen taten ein Übriges.

 
     
  Wie kann die Demotivation der Mitarbeiter beendet werden?  
 

Sind die Kapazitäten bald wieder besser ausgelastet? Wird die Ertragslage die Neueinstellung von Mitarbeitern zulassen? Wie ist zu verhindern, dass Mitarbeiter das Unternehmen nun verlassen? Welche Anpassungen sind erforderlich, um Wachstum zu gestalten und damit erst möglich zu machen? Denn dies ist klar: Ohne motivierte Mitarbeiter geht es nicht. Da hilft es, die Frage nach der Motivation der Mitarbeiter einmal andersherum zu stellen: Wie können wir die Demotivation von Mitarbeitern beenden? Hier einige Stichwörter: klare Aufgabenverteilung, Einbeziehung der Mitarbeiter in Entscheidungsprozesse, leistungsorientierte Gehaltsfindung statt Gleichmacherei, variable Bezüge bei den richtigen Mitarbeitern oder Führung mit Zielen.

 
 

 

 
  Warum sind solche Führungsmethoden wichtig?  
  Zwei Blickrichtungen sind bedeutsam. Einmal, wie Mitarbeiter ihr Unternehmen beurteilen. Dies ist entscheidend dafür, was die Mitarbeiter ihren neuen Kollegen vermitteln. Da könnte es sein, dass neu eingestellte Mitarbeiter schnell das Gefühl bekommen, sich fürs falsche Unternehmen entschieden zu haben. Zum anderen ist die Frage bedeutsam, ob die Mitarbeiter kompetent genug sind, neue Kollegen effizient einzuarbeiten. Die Kosten der Einarbeitung einschließlich der Personalkosten steigen und lassen sich erst mit erheblicher Verzögerung mit Produktivitätsfortschritten ausgleichen. Je nach Unternehmenssituation bieten sich verschiedene Anpassungsmöglichkeiten an, die das erfolgreiche Personalwachstum fördern. Dazu gehört der professionelle Einstellungsprozess, damit die besten Bewerber nicht in eine andere Firma gehen. Ebenso wichtig ist es, die Stimmung der Mitarbeiter zu kennen. Eine kurze Motivationsstudie kann hier Aufklärung bringen.  
     
 

Die sich abzeichnende Erholung der Wirtschaft bietet Chancen und Möglichkeiten, sich um die Stimmung der Mitarbeiter zu kümmern. Erhöhten Personalkosten und Beraterkosten fallen bei geschicktem Vorgehen weniger ins Gewicht. Denn mit einer einzigen verhinderten Kündigung eines Leistungsträgers des Unternehmens ist mehr gewonnen als Neueinstellungskosten – nämlich die Erhaltung der Produktivität, die integrierende Kraft von Leistungsträgern und das Know-how, das ein unschätzbarer Wert für die Entwicklung auf lange Sicht ist.